So entstehen unsere Eichenspaltpfähle
Eichenspaltpfähle werden nicht aus fertig gesägten Kanthölzern hergestellt. Ausgangspunkt sind Eichenstämme, die in mehreren Arbeitsschritten zu den fertigen Zaunpfählen verarbeitet werden.
Vom Stamm aus dem Forst über das Ablängen und Spalten bis zum Anspitzen und Verpacken erfolgt die Herstellung in wenigen klaren Schritten. Je nach Bestellung werden die Pfähle in unterschiedlichen Längen gefertigt und wahlweise gespitzt oder stumpf geliefert.
Durch das Spalten behält jeder Pfahl seine natürliche Form. Deshalb unterscheiden sich Spaltpfähle bewusst in Querschnitt, Oberfläche und Verlauf voneinander. Genau das ist charakteristisch für diese Art von Zaunpfahl.

Schritt 1: Die Eichenstämme werden geprüft und auf Länge gesägt
Am Anfang stehen die Eichenstämme, die aus dem Forst in die Produktion kommen. Bevor die eigentliche Verarbeitung beginnt, wird geprüft, welche Stämme und Stammabschnitte sich für die Herstellung der Spaltpfähle eignen.
Anschließend werden die Stämme auf die benötigte Pfahllänge gesägt. Welche Länge produziert wird, richtet sich nach dem jeweiligen Auftrag und den bestellten Abmessungen.
So können verschiedene Pfahllängen für unterschiedliche Anwendungen gefertigt werden. Typische Einsatzbereiche unserer Eichenspaltpfähle sind beispielsweise Weidezaun und Koppelzaun sowie der Wildschutzzaun.
Schritt 2: Der Stamm wird im Spalter geteilt
Die zugesägten Stammabschnitte kommen anschließend auf den Spalter.
Im Spalter wird der Stamm gegen ein Kreuzmesser gedrückt und zunächst in vier Teile gespalten. Aus einem Stammabschnitt entstehen auf diese Weise mehrere einzelne Spaltpfähle.
Je nach Stärke des Ausgangsmaterials und gewünschter Pfahlausführung können die einzelnen Stücke anschließend weiter aufgeteilt werden.
Anders als bei einem vollständig gesägten Pfosten entstehen dabei keine gleichmäßig rechteckigen Querschnitte. Die Form folgt dem jeweiligen Stamm und dem Spaltverlauf. Deshalb kann ein Eichenspaltpfahl etwas kräftiger, schmaler, gerader oder unregelmäßiger ausfallen als der nächste.
Diese Unterschiede sind typisch für naturbelassene Spaltware und gehören zum Erscheinungsbild des Produktes.
Damit trotzdem jeder die bestellte Größe bekommt, bleibt es nicht bei einem gemischten Haufen: Nach dem Spalten werden die Pfähle nach ihrer Rückenbreite in Klassen einsortiert. Was Rückenbreite und Kantenlänge genau bezeichnen, erklärt der Beitrag Rückenbreite und Kantenlänge bei Spaltpfählen: Was ist der Unterschied?
Schritt 3: Nach Rückenbreite sortieren
Nach dem Spalten wird nachgemessen. Dabei wird bei jedem Pfahl die Rückenbreite ermittelt, also die breiteste Fläche des gespaltenen Querschnitts.
Anschließend werden die Pfähle in die passenden Klassen einsortiert. Welche Kombinationen aus Länge und Rückenbreite es gibt, steht in der Maßtabelle auf der Produktseite Eichenspaltpfähle. Innerhalb einer Klasse bleiben natürliche Abweichungen bestehen, das gehört zur Spaltware.
Dieser Zwischenschritt ist der Grund dafür, dass eine Bestellung nicht bunt gemischt ankommt, sondern in der bestellten Länge und Rückenbreite.
Schritt 4: Gespitzt oder stumpf nach Kundenwunsch
Nach dem Spalten werden die einzelnen Pfähle entsprechend der Bestellung weiterbearbeitet.
Soll der Pfahl später direkt in den Boden eingeschlagen werden, kann er in der Spitzmaschine angespitzt werden. Dabei wird das untere Ende des Pfahls maschinell zur Spitze ausgearbeitet.
Wer die Pfähle stumpf benötigt, erhält sie entsprechend ohne Spitze.
Damit können wir Eichenspaltpfähle je nach Auftrag sowohl gespitzt als auch stumpf liefern. Welche Ausführung benötigt wird, kann bei der Anfrage direkt angegeben werden.
Schritt 5: Die fertigen Spaltpfähle werden auf Palette gepackt
Nach der Bearbeitung werden die fertigen Eichenpfähle für Lagerung und Transport vorbereitet.
Die Pfähle werden lagenweise auf Paletten beziehungsweise zu transportfähigen Paketen zusammengestellt und anschließend gebändert. Dabei bleibt die natürliche Form der einzelnen Pfähle selbstverständlich erhalten.
Gerade bei Spaltpfählen ist das Verpacken etwas anders als bei exakt gleichmäßig gefräster Ware, weil nicht jeder Pfahl denselben Querschnitt besitzt.
Zum Vergleich: Unsere Eichen-Rundpfähle sind naturgewachsene Rundpfähle und unterscheiden sich konstruktiv und optisch von den gespaltenen Eichenpfählen. Wer dagegen einen vierkant gesägten Pfosten sucht, findet diesen bei unseren Eichenpfosten. Pfähle in anderen Holzarten stehen im Bereich Pfähle & Pfosten.
Schritt 6: Einlagerung oder direkte Verladung
Nach dem Verpacken wird die fertige Ware entweder eingelagert oder direkt für den jeweiligen Auftrag verladen.
Wenn verladen wird, erfolgt der Versand per Spedition: von der einzelnen Palette bis zur vollen Lkw-Ladung.
So gelangen die fertigen Eichenspaltpfähle direkt aus der Produktion zum Kunden und können anschließend beispielsweise im Weidezaun und Koppelzaun oder im Wildschutzzaun eingesetzt werden.
Was einen Eichenspaltpfahl ausmacht
Ein Spaltpfahl ist kein kalibriertes Industrieprodukt mit identischem Querschnitt.
Jeder Pfahl entsteht aus einem natürlichen Stammabschnitt und kann deshalb in Form und Abmessung etwas variieren. Auch Rundungen, unterschiedliche Breiten und eine natürliche Oberfläche gehören zur Spaltware.
Wer dagegen einen möglichst gleichmäßigen runden Querschnitt benötigt, sollte sich unsere Eichen-Rundpfähle ansehen. Für exakt vierkant gesägte Anwendungen stehen unsere Eichenpfosten zur Verfügung.
Damit lassen sich die verschiedenen Eichenprodukte klar unterscheiden:
- Eichenspaltpfähle: natürlich gespaltene Pfähle mit individuellem Querschnitt.
- Eichen-Rundpfähle: naturgewachsene runde Pfähle.
- Eichenpfosten: vierkant gesägte Pfosten in verschiedenen Abmessungen.
Eichenspaltpfähle für Zaunbau, Weide und Forst
Eichenspaltpfähle werden vor allem dort eingesetzt, wo ein natürlicher und robuster Holzpfahl gefragt ist. Typische Anwendungen sind:
- Weidezaun & Koppelzaun
- Wildschutzzaun
- landwirtschaftliche Einfriedungen
- Forstzäune und Kulturschutz
- Grundstücks- und Landschaftseinfassungen
Die verfügbaren Längen und Ausführungen finden Sie direkt auf unserer Produktseite Eichenspaltpfähle. Das übrige Sortiment steht im Bereich Pfähle & Pfosten.
Vom Stamm zum fertigen Pfahl
Der gesamte Ablauf lässt sich damit auf sechs Schritte reduzieren:
- Ablängen: Der Stamm wird geprüft und auf die gewünschte Pfahllänge gesägt.
- Spalten: Der Stammabschnitt wird durch das Kreuzmesser gedrückt und geteilt.
- Sortieren: Die Pfähle werden nachgemessen und nach Rückenbreite in Klassen einsortiert.
- Anspitzen: Je nach Bestellung werden die Pfähle gespitzt oder stumpf belassen.
- Verpacken: Die fertigen Pfähle werden lagenweise gepackt und gebändert.
- Lager oder Verladung: Anschließend geht die Ware ins Lager oder direkt in den Versand.
So entstehen aus dem ursprünglichen Eichenstamm unsere fertigen Eichenspaltpfähle für Zaunbau, Landwirtschaft und Forst.
Gefertigt wird nicht in einem einzelnen Werk, sondern in mehreren Produktionen. Welche das sind und wie wir arbeiten, steht unter Über uns; einzelne Arbeitsschritte aus anderen Produktionen zeigen die Produktionseinblicke.






