Eichenspaltpfähle
Der klassische Weidepfahl, aus dem Rundholz gespalten. Spitz oder stumpf erhältlich.
Wildschutz- und Forstzäune werden eingesetzt, um Aufforstungen, Naturverjüngungen und junge Forstkulturen vor Wildverbiss und anderen Wildschäden zu schützen. Häufig werden dafür Holzpfähle mit Knotengeflecht kombiniert.

Je nach gewünschter Ausführung kommen beispielsweise Eichenspaltpfähle, Eichen-Rundpfähle, Robinienpfähle geschält oder kesseldruckimprägnierte Nadelholzpfähle infrage. Zaunhöhe, Geflecht, Pfahldimensionierung und Pfahlabstände richten sich dabei nach der vorkommenden Wildart, dem Gelände und dem jeweiligen Zaunsystem. Alle Ausführungen finden Sie in der Kategorie Pfähle & Pfosten.
Ein Wildschutzzaun erfüllt seine Aufgabe nur, solange er geschlossen und funktionsfähig bleibt. Umgestürzte Äste, lockere Pfähle, beschädigtes Geflecht, Bodenunebenheiten oder Schneelasten können Schwachstellen schaffen, durch die Wild in die geschützte Fläche gelangt.
Gerade im Wald gehört deshalb die regelmäßige Kontrolle zum Zaunsystem dazu. Beschädigungen sollten zeitnah behoben werden. Waldwissen.net weist ebenfalls darauf hin, dass nur ein intakter Wildzaun seine Schutzfunktion erfüllen kann und Zaunflächen regelmäßig kontrolliert werden müssen.
Weitere Informationen: Waldwissen.net – Der Bau von Wildzäunen muss gelernt sein
Bei Wildschutz- und Forstzäunen werden unterschiedliche Holzpfähle eingesetzt. Eichenspaltpfähle entstehen durch Spalten entlang des natürlichen Faserverlaufs und besitzen entsprechend natürliche, unterschiedliche Querschnitte.
Eichen-Rundpfähle und Robinienpfähle geschält sind weitere naturgewachsene Varianten für den Zaunbau. Für längere Zaunstrecken kommen außerdem gefräste Nadelholzpfähle infrage, die bei uns roh sowie kesseldruckimprägniert in Grün oder Braun erhältlich sind.
Worin sich gespaltene und runde Pfähle unterscheiden, vergleicht der Beitrag Spaltpfahl oder Rundpfahl: welche Form eignet sich für welchen Einsatz?
Welche Holzart und Dimension verwendet wird, hängt unter anderem von der vorgesehenen Standzeit, der Zaunhöhe, der Belastung und den Bedingungen am Standort ab. Eck-, Anfangs-, End- und Torpfosten werden stärker beansprucht als Pfähle auf der geraden Strecke und müssen entsprechend berücksichtigt werden.
Die erforderliche Höhe eines Wildschutzzauns richtet sich vor allem nach der Wildart, gegen die eine Fläche geschützt werden soll. Für Rehwild finden sich in der Praxis und in behördlichen Vorgaben häufig Größenordnungen um 1,50 bis 1,60 m. Bei Rot- und Damwild werden häufig höhere Zäune vorgesehen.
Eine deutschlandweit einheitliche Zahl gibt es dafür jedoch nicht. Die Vorgaben unterscheiden sich je nach Bundesland, Zweck und örtlicher Situation. Beispielsweise nennen behördliche Regelungen teilweise 1,50 m für Rehwild und 1,80 m für Rotwild, während andere Vorgaben für Rehwild 1,60 m und für Rot- und Damwild 1,80 m vorsehen.
Deshalb sollten die erforderliche Zaunhöhe und die Ausführung des Geflechts vor dem Bau anhand der örtlichen Wildarten und der gegebenenfalls geltenden forst-, jagd- oder förderrechtlichen Vorgaben festgelegt werden.
Auch Schnee und Gelände können eine Rolle spielen: In schneereichen Lagen kann sich die wirksame Zaunhöhe durch eine geschlossene oder verwehte Schneedecke deutlich reduzieren.
Pfahlabstand und Setztiefe sollten nicht allein nach einer pauschalen Faustregel gewählt werden. Sie hängen unter anderem von Zaunhöhe, Geflecht, Boden, Gelände und der Funktion des einzelnen Pfahls ab.
Für klassische Wildschutzzäune mit Holzpfählen nennt Waldwissen.net je nach Stabilität des Zaungeflechts Pfahlabstände von etwa 3 bis 5 m als Orientierung.
Auch bei der Setztiefe wird zwischen den Pfosten unterschieden. Als praxisorientierte Größenordnungen werden für rehwildsichere Zäune etwa 40–60 cm bei Zwischenpfählen und 60–80 cm bei Eckpfählen genannt. Bei rotwildsicheren Ausführungen werden etwa 60–80 cm bei Zwischenpfählen und 80–100 cm bei Eckpfählen angegeben.
Das sind Orientierungswerte und keine allgemeingültigen Vorgaben. Bei weichen Böden, Hanglagen, höheren Zäunen oder besonders beanspruchten Punkten kann eine andere Ausführung erforderlich sein.
Zum Setzen selbst und zu häufigen Fehlern dabei: Robinienpfähle setzen: Einbautiefe, Abstände und typische Fehler. Die passenden Pfähle stehen in der Kategorie Pfähle & Pfosten.
Weitere Informationen: Waldwissen.net – Vor- und Nachteile verschiedener Wildzaunarten
Knotengeflecht ist eine verbreitete Ausführung für Wildschutz- und Forstzäune. Damit der Zaun funktioniert, müssen Geflecht, Pfosten und Befestigungen aufeinander abgestimmt werden.
Besonders wichtig sind stabile Anfangs-, Eck- und Endpunkte, da dort Kräfte aus dem gespannten Geflecht aufgenommen werden. Auch der untere Abschluss muss zum Schutzziel passen. Das Geflecht sollte dem Geländeverlauf folgen und so gesichert werden, dass keine größeren Lücken zum Boden entstehen oder das Geflecht leicht angehoben werden kann.
Bei Schwarzwild ist der untere Abschluss besonders zu beachten. Eine pauschale Aussage wie „Geflecht immer eingraben“ ist jedoch nicht sinnvoll, da je nach Zaunsystem unterschiedliche Lösungen eingesetzt werden.
Während der Nutzungsdauer sollte der gesamte Wildschutzzaun regelmäßig auf Schäden, lockere Befestigungen, Bodenlücken und umgestürzte Äste kontrolliert werden. Nicht mehr benötigte Drahtzäune sollten nach Ende ihrer Schutzfunktion zurückgebaut werden.
Welche Hölzer wir für andere Bereiche führen, von der Koppel bis zum Gartenzaun, steht in der Übersicht der Einsatzbereiche.
Bei imprägnierten Holzpfählen ist außerdem die spätere Entsorgung zu beachten. Mit Holzschutzmitteln behandeltes Altholz wird nach der Altholzverordnung der Kategorie A IV zugeordnet. Imprägniertes Altholz aus dem Außenbereich darf deshalb nicht einfach im Wald belassen, vor Ort verbrannt oder beliebig gehäckselt werden, sondern muss einem zulässigen Entsorgungs- beziehungsweise Verwertungsweg zugeführt werden.
Die genannten Maße und Abstände dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine projektbezogene Planung. Anforderungen an Wildschutz- und Forstzäune können sich je nach Wildart, Bundesland, Gelände, Standort und Verwendungszweck unterscheiden. Örtlich geltende forst-, jagd-, natur- oder baurechtliche Anforderungen sind bei der konkreten Ausführung zu berücksichtigen.
Die beiden Werte sind häufige Orientierungen für Rehwild und für Rot- und Damwild. Verbindlich festgelegt ist die Zaunhöhe damit nicht, maßgeblich sind die örtlichen Vorgaben.
Zwischenpfähle und Eckpfähle werden unterschiedlich tief gesetzt. Die niedrigeren Werte betreffen rehwildsichere Zäune, die höheren rotwildsichere Ausführungen.
Der klassische Weidepfahl, aus dem Rundholz gespalten. Spitz oder stumpf erhältlich.
Zylindrisch gefräste Pfähle, roh oder imprägniert erhältlich. Die wirtschaftliche Standardlösung.
Naturgewachsene Rundpfähle in Rinde aus deutscher Eiche, naturbelassen, spitz oder stumpf erhältlich.
Gespalten, wie gewachsen, spitz oder stumpf erhältlich. Das härteste heimische Holz für Weidezäune.

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