Ein Bonanza-Zaun, auch Rangerzaun genannt, besteht aus breiten horizontalen Zaunbrettern mit natürlicher Baumkante. Dadurch entsteht die typische rustikale Optik, bei der Breite und Kantenverlauf bewusst von Brett zu Brett variieren dürfen.
Was ist ein Bonanza-Zaun?
Bei uns stehen drei Holzarten zur Auswahl: Eiche Bonanza-Zaun & Seitenware, Lärche Bonanza-Zaun & Seitenware und Fichte Bonanza-Zaun. Sie unterscheiden sich vor allem bei Preisniveau, Oberfläche, natürlicher Widerstandsfähigkeit und verfügbaren Ausführungen.
Beim klassischen Bonanza- oder Rangerzaun werden breite Bretter horizontal an geeigneten Holzpfosten befestigt. Die Bretter stehen mit dem übrigen Zaunholz in der Kategorie Zäune & Zaunpfähle.
Unsere Bonanza-Zaunbretter sind ca. 24 mm stark und überwiegend 15 bis 25 cm breit. Durch den natürlichen Stammverlauf können einzelne Bretter schmaler oder breiter ausfallen.
Standardlängen sind:
- 2,00 m
- 2,50 m
- 3,00 m
- 4,00 m
- 5,00 m
Charakteristisch ist die natürliche Baumkante, die bei jedem Brett etwas anders verläuft.
Eiche, Lärche oder Fichte?
| Holzart | Preisniveau | Natürliche Widerstandsfähigkeit | Oberfläche | Seitenware |
|---|---|---|---|---|
| Eiche | höher | hoch | sägerau | ja, deutlich günstiger |
| Lärche | mittel | höher als Fichte | sägerau oder gehobelt | ja, deutlich günstiger |
| Fichte | günstiger | geringer | sägerau, gehobelt gegen Aufpreis | nein |
Die Tabelle ist bewusst keine Lebensdauerangabe. Wie sich ein Holzzaun im Außenbereich entwickelt, hängt wesentlich von Konstruktion, Bewitterung und Feuchtebeanspruchung ab.
Kurz zusammengefasst: Bei den regulären Ranger-Zaunbrettern ist Eiche die hochwertigste und teuerste Variante, Lärche liegt im Mittelfeld und Fichte ist die günstigste.
Die Seitenware aus Eiche und Lärche liegt jeweils deutlich darunter. Sie ist damit die wirtschaftlichste Art, einen Bonanza-Zaun zu bauen – und der Weg, auf dem auch Eiche in eine günstige Preislage rückt.
Bonanza-Zaun aus Eiche
Eiche Bonanza-Zaun & Seitenware ist die kräftigste der drei Holzarten. Als reguläres Ranger-Zaunbrett liegt sie preislich am höchsten, als Seitenware dagegen sehr günstig.
Die Ranger-Zaunbretter aus deutscher Eiche werden sägerau mit natürlicher Baumkante angeboten. Daneben führen wir Eichen-Seitenware aus den äußeren Stammbereichen.
Diese Seitenware fällt beim Einschnitt der Stämme ohnehin an und wird deshalb deutlich günstiger angeboten als die regulären Ranger-Bretter. Gerade bei Eiche ist der Abstand groß: Wer die Holzart wegen ihres Preisniveaus bisher ausgeschlossen hat, kommt über die Seitenware doch noch zu einem Eichenzaun.
Bei Seitenware können Breite, Form und Kantenverlauf stärker variieren. Es können Bretter mit und ohne Baumkante enthalten sein.
Zu beachten sind außerdem die natürlichen Gerbstoffe der Eiche: In Verbindung mit Feuchtigkeit und eisenhaltigen Metallen können dunkle Verfärbungen entstehen.
Bonanza-Zaun aus Lärche
Lärche Bonanza-Zaun & Seitenware bietet einen guten Mittelweg zwischen Preis, Optik und natürlicher Widerstandsfähigkeit.
Die regulären Ranger-Zaunbretter aus deutscher Lärche sind sägerau oder gehobelt erhältlich. Zusätzlich führen wir sägerau angebotene Lärchen-Seitenware.
Naturbelassenes Lärchenholz verändert unter Bewitterung mit der Zeit seine Farbe und kann eine graue Patina entwickeln.
Bonanza-Zaun aus Fichte
Fichte Bonanza-Zaun ist die preisgünstigste der drei Varianten.
Die Bretter aus deutscher Fichte werden standardmäßig sägerau mit natürlicher Baumkante geliefert. Auf Wunsch ist gegen Aufpreis eine gehobelte Ausführung möglich.
Separate Seitenware bieten wir bei Fichte nicht an.
Da Fichte eine geringere natürliche Widerstandsfähigkeit als Eiche oder Lärche besitzt, sind ein geeigneter konstruktiver Holzschutz und die Möglichkeit zum schnellen Abtrocknen besonders wichtig.
Ranger-Zaunbretter oder Seitenware?
Bei Eiche und Lärche gibt es zwei unterschiedliche Varianten.
Ranger-Zaunbretter werden gezielter für das typische Bonanza-Zaunbild sortiert und besitzen die natürliche Baumkante als charakteristisches Merkmal.
Seitenware fällt beim Einschnitt aus den äußeren Stammbereichen an. Breiten, Formen und Kanten können stärker schwanken, weshalb sie besonders für bewusst natürliche und unregelmäßige Zaunbilder interessant ist.
Weil dieses Holz beim Einschnitt ohnehin entsteht, bieten wir es deutlich günstiger an als die regulären Ranger-Bretter. Für ein rustikales Zaunbild ist Seitenware damit die wirtschaftlichste Wahl – bei Lärche wie bei Eiche.
Bei Fichte Bonanza-Zaun gibt es ausschließlich die regulären Ranger-Zaunbretter.
Holzschutz, Lasur und Baumkante
Die Bonanza-Bretter können grundsätzlich gestrichen, geölt oder mit einem geeigneten Holzschutz behandelt werden. Wichtig ist dabei, die Herstellerangaben des jeweiligen Beschichtungssystems zu beachten und die Holzoberfläche entsprechend vorzubereiten.
Bei Brettern mit natürlicher Baumkante können noch Rinden- oder Bastreste vorhanden sein. Diese gehören zur rustikalen Optik, sind jedoch nicht dauerhaft fest mit dem Holz verbunden. Durch Trocknung, Bewitterung und natürliche Holzbewegung können sie sich mit der Zeit lösen und teilweise abfallen.
Soll die Oberfläche beschichtet werden, empfiehlt es sich deshalb, lose Rinden- und Bastteile vorher zu entfernen. Eine Beschichtung direkt auf lose Rinde oder Bast ist wenig sinnvoll, da sich diese Schichten später mitsamt dem Anstrich ablösen können.
Die eigentliche natürliche Holzkante bleibt erhalten – verändern können sich vor allem die daran haftenden Rinden- und Bastreste.
Welche Pfosten passen dazu?
Welche Pfosten verwendet werden, hängt von Zaunhöhe, Boden, Konstruktion und gewünschter Optik ab.
Je nach Projekt kommen beispielsweise Eichenpfosten, Eichen-Rundpfähle, Robinienpfähle geschält oder Nadelholzpfähle infrage.
Für klassisch aufgebaute Gartenzäune stehen außerdem Lärche Zaunsäulen und Fichte Zaunsäulen zur Verfügung.
Mehr zu unterschiedlichen Pfahlformen erklären wir im Ratgeber Spaltpfahl oder Rundpfahl: welche Form eignet sich für welchen Einsatz?.
Beispiel für eine einfache Materialübersicht
Für einen Bonanza-Zaun werden im Wesentlichen benötigt:
- Pfosten
Sie bilden das Grundraster des Zaunes. - Bonanza-Zaunbretter
Je nach gewünschtem Aufbau werden zwei oder mehrere horizontale Reihen montiert. - Geeignete Befestigungsmittel
Auswahl und Dimension hängen von Holzart, Pfosten und Konstruktion ab.
Bei einer 10 m langen Zaunlinie mit zwei Brettreihen werden zunächst etwa 20 laufende Meter Bretter benötigt. Hinzu kommen Pfosten und gegebenenfalls eine Reserve für Zuschnitt und Feldaufteilung.
Für eine erste Mengenübersicht kann der Weidezaun-Rechner genutzt werden. Er dient als Orientierung und ersetzt keine projektbezogene Planung.
- 1Zaunlänge eingeben
- 2Zaunaufbau festlegen
- 3Materialbedarf überschlagen
Der Weidezaunrechner unterstützt bei der ersten Mengenübersicht für Bretter, Riegel und Pfosten.
Zum Weidezaunrechner Orientierungshilfe – ersetzt keine projektbezogene Planung.Bonanza-Zaun montieren: das Grundprinzip
Der Aufbau lässt sich auf vier Schritte reduzieren:
- Zaunlinie festlegen
Verlauf, Ecken, Tore und Pfostenpositionen bestimmen. - Pfosten setzen
Einbautiefe und Abstand an Konstruktion, Boden und Belastung anpassen. - Bretter vorsortieren
Breiten und Baumkantenverlauf vor der Montage grob verteilen. - Bretter befestigen
Die horizontalen Bretter mit geeigneten Verbindungsmitteln an den Pfosten montieren.
Weitere Hinweise zu Garten- und Grundstückszäunen finden Sie unter Gartenzaun & GaLaBau, Informationen für Weiden und Koppeln unter Weidezaun & Koppelzaun.
Konstruktiver Holzschutz
Unabhängig von der Holzart gilt: Wasser sollte möglichst schnell ablaufen können und das Holz anschließend wieder abtrocknen.
Dauerhafte Feuchtenester sollten konstruktiv vermieden werden. Dieser konstruktive Holzschutz hat erheblichen Einfluss darauf, wie sich ein Holzzaun im Außenbereich entwickelt.
Weitere Fachinformationen: Umweltbundesamt – Holzschutzmittel und konstruktiver Holzschutz
Welche Holzart bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis?
- Eiche
Als reguläres Ranger-Zaunbrett das höchste Preisniveau, dafür besonders hochwertige und kräftige Ausführung. Als Seitenware deutlich günstiger. - Lärche
Guter Mittelweg aus Preis, Optik und natürlicher Widerstandsfähigkeit. - Fichte
Günstigste der drei Holzarten beim regulären Ranger-Zaunbrett und interessant für wirtschaftlich geplante Zaunprojekte. Konstruktion und Feuchtebeanspruchung sollten besonders berücksichtigt werden. - Seitenware aus Eiche oder Lärche
Fällt beim Einschnitt ohnehin an und ist deshalb die günstigste Variante überhaupt. Breiten und Kanten schwanken stärker; wer das rustikale Zaunbild ohnehin möchte, bekommt hier das beste Verhältnis von Preis und Zaunfläche.
Pfosten, Riegel und weitere Zaunhölzer für den Aufbau stehen in der Kategorie Zäune & Zaunpfähle.








